Wenn es Städten an Besuchern mangelt, dann wird in erster Linie für ihre Schönheit geworben. Doch das Geld muss irgendwo herkommen. Clevere Städte haben nun einen Tourismus-Fonds eingerichtet.

Während sich Europas Metropolen eines soliden Städtetourismus erfreuen, kämpfen andere wiederum um jeden einzelnen Übernachtungsgast, damit die Hotels und Pensionen nicht schließen müssen. Wenn die touristische Infrastruktur gegeben ist – also wenn Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten und Sehenswertes vorhanden sind, sich Ausländer anhand der Beschilderungen zurecht finden können, touristische Angebote leicht zugänglich sind und sich auch der Busfahrer in englischer Sprache verständlich machen kann – dann kann die große Werbetrommel gerührt werden. Doch all diese Maßnahmen sind sehr kostspielig. Ein Budget für solche Dinge im Haushalt der Stadt einzuräumen, genügt in der Regel nicht.

Im Fall der Stadt Nürnberg ist die Infrastruktur vorhanden, aber der Etat für notwendige Marketingmaßnahmen reichte bislang nicht aus. So hat Nürnberg hierfür einen Tourismus-Fonds eingerichtet. Das soll Versicherung genug für eine bessere Auslastung der städtischen Hotellerie werden. Aus dem Geld, dass die Stadt und ihr Verkehrsverein innerhalb der kommenden 3 Jahre in dem Fonds ansammeln – es sollen 1,5 Millionen Euro werden – sollen all die Maßnahmen getroffen werden, mit denen mehr Übernachtungsgäste die leeren Hotelbetten belegen können.

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